Über das Strömen


In einem gesunden und unbelasteten Organismus fließt die Körperenergie ungehindert und harmonisch.Wilhelm Reich nannte diesen Fluss das Strömen.

Es ist eine sinnlich-körperliche, konkrete Erfahrung, die jeder schon einmal gemacht hat. Sie geht einher mit positiven Gefühlen wie Zuversicht, Freude, Stärke und Wohlbefinden.

In Momenten des Strömens - wie  bei großer Freude oder großer Innigkeit - erlebt man die eigenen Grenzen als weiter, die Erfahrungen und Empfindungen als tiefer, das Denken als fließend und frei.


Dieses Strömen wird unterbrochen durch seelische und körperliche Verspannungen, die durch alte Verletzungen, Traumata und Schmerzen entstanden sind. Ist  der natürliche Lebensfluss unterbrochen entstehen Unglücklichkeit, Ängste, Depressionen, Grübelei, zwanghaftes Denken bis hin zu körperlichen Erkrankungen.

 
Verspannungen zeigen sich im Körper als dauerhafte muskuläre Barrieren (Kontraktionen) und in der Psyche als Beengung im Verhalten und Erleben.

Im Strömen zu leben, macht glücklich

Die Körperarbeit unterstützt die Sehnsucht jedes Menschen nach mehr Qualität, nach mehr Strömungserleben. Sie attackiert und löst die Barrieren, so dass die Lebensenergie freier strömen kann. Aus dem eigenen Strömen entwickelt sich unmittelbares Fühlen und Erleben anstelle einer durch Bewertungen, Urteile und Konzepte begrenzten Wahrnehmung.

 Mit der Erfahrung der eigenen Lebendigkeit  tritt der Wunsch zu wachsen und sich auszubreiten in den Vordergrund - wie auch die Sehnsucht nach echtem und innigen Kontakt zu anderen Menschen.

Nicht nur in der Einzelarbeit sondern auch in der Paartherapie steht diese Sehnsucht  nach unverstelltem, vertrauendem Kontakt im Mittelpunkt der Arbeit. Die Barrieren, die in einer Beziehung zwischen zwei Partnern stehen, sind nicht nur muskulärer Natur, unterbrechen aber ebenso das lebendige, gelassene und unbeschwerte Miteinander. Typische Themen wie Misstrauen, Ängste,  Kommunikationsprobleme, Eifersucht und Nichtverstehen können in der Arbeit bewusst gemacht, verstanden und aufgelöst werden.


„Körperarbeit lehrt nicht den Ernst sondern das Spiel des Lebens.“ Loil Neidhöfer